Aktion gegen Joggingbälle


Bis jetzt finden sie hier kurze Haltungsbeschreibungen von folgenden Tieren.

Meerschweinchen - Hamster/Zwerghamster - Zwergkaninchen - Rennmäuse - Ratte - Chinchilla

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weitere Arten wie Degu, Stachelmaus, Maus usw. werden folgen.



Meerschweinchen (Cavia porcellus)
Kleine Quieker - Meerschweinchen als Heimtiere

Woher stammen die Meerschweinchen ?
Ursprünglich sind unsere Meerschweinchen in Mittel- und Südamerika beheimatet. Wildmeerschweinchen leben dort in natürlichen Höhlen, was ihnen den lateinischen Namen "Cavia aperea" (Cave = Höhle, Aper = Wildschwein) einbrachte. Auch dichte Gebüsche werden als Versteck genutzt und mit den Nagezähnen werden dort regelrechte Gänge hinein gefressen. In diesen Höhlen wohnen große Meerschweinchengruppen mit bis zu 30 Tieren. Diese Gruppen bestehen immer aus einem Bock mit seinem Harem, der aus 2 - 3 Weibchen und ihren Jungtieren besteht, diese Harems schließen sich dann wiederum zu größeren Gruppen zusammen. Vorwiegend in der Dämmerung gehen die Tiere gemeinsam auf Nahrungssuche. Die Hauptnahrung der wilden Meerschweinchen sind Gräser und Kräuter. Schon vor ungefähr 3000 Jahren wurden Meerschweinchen als Fleischlieferanten und Opfertiere gehalten und gezüchtet. Verschiedene Farb- und Fellvarianten wurden schon immer als Opfertiere bevorzugt und vor allem bunt gescheckte und Rosetten werden schon lange gezielt gezüchtet.

Haltung.
Auf kurzen Beinchen und sehr stimmgewaltig kommen diese kleinen Wesen daher und quieken sich schnell in das Herz jedes Tierfreundes. Dabei sind diese Nager aus den peruanischen Anden auch noch besonders nett anzusehen; es gibt sie in unzähligen Farb- und Fellvarianten. Ob nun das langhaarige Sheltie oder ein buntes Rosettenmeerschweinchen für jeden Geschmack ist etwas Passendes dabei.

Damit sich die Meerschweinchen sich wohl fühlen, brauchen sie immer mindestens einen Meerschweinchenpartner. Mehrere Weibchen vertragen sich gut miteinander, auch zwei Böcke lassen sich zusammen halten und ein kastrierter Bock bringt Ruhe in ein Weibchenrudel. Allerdings dürfen niemals mehrere Böcke zusammen mit Weibchen gehalten werden, die Herren dulden keine Konkurrenz im Harem.

Auch wenn sie nur kurze Beinchen haben, Meerschweinchen rennen gern und viel. Diesem Bedürfnis muss das Meerschweinchenheim Rechnung tragen, ein Käfig mit den Maßen 140 x 70 cm ist für zwei Meerschweinchen das absolute Minimum. Da Meerschweinchen leider nur selten Stubenrein werden, empfiehlt es sich, den Käfig durch einen Gitterauslauf zu erweitern. Etagen vergrößern die Käfigfläche und sind als Unterschlupf sehr beliebt. Weidenzweigröhren sind eine sinnvolle Alternative zum Haus, denn dort können sich die Meerschweinchen verstecken, aber auch leicht fliehen. In Häusern kann es hingegen schon mal zum Streit um das Haus kommen, diese müssen deshalb mehrere Türen vorweisen, damit das im Streit unterlegene Meerschweinchen gut flüchten kann. Heuraufen, die von Außen an den Käfig gehängt werden, sind optimal. Dort bleibt das Heu sauber und sie nehmen den Meerschweinchen keinen Platz im Käfig weg.

Heu ist das täglich Brot für Meerschweinchen, es darf in keinem Meerschweinchenkäfig fehlen und die Raufen müssen immer gut gefüllt sein. Frisches Gras darf, nach langsamer Gewöhnung, zusätzlich auch in großen Mengen angeboten werden. Auch frische und getrocknete Kräuter von der Wiese, wie z.B. Löwenzahn, Spitzwegerich und Schafgarbe sind sehr beliebt. Küchenkräuter wie Petersilie, Basilikum, Dill und Melisse und Blumen wie Sonnenblumen, Ringelblumen sowie das Kraut und die Blätter von Kulturpflanzen wie Möhrenkraut, Fenchelgrün, Kohlrabiblätter gehören ebenfalls auf den Schweinischen Speiseplan.

Dreimal täglich Gemüse führt den Meerschweinchen benötigte Vitamine und Energie zu. Beliebt sind Möhren, Fenchel, Paprika und ganz besonders Gurken. Als Leckerchen gibt es dazu verschiedene Salate und hin und wieder ein wenig Obst. Getrocknetes Gemüse und abwechslungsreiche Trockenkräuter sind eine gesunde Alternative zum herkömmlichem Fertigfutter. Fertigfutter sollte, genau wie Leckerchen aller Art, nur selten oder besser gar nicht auf dem Speiseplan stehen. Zum Knabbern gibt es frische Zweige von verschiedenen Obstbäumen. Frisches Wasser steht natürlich auch immer zur Verfügung. So bleiben die Meerschweinchen lange gesund und fühlen sich rundherum wohl.


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Hamster / Zwerghamster (Mesocricetus auratus / Phodopus spp.)


Ob nun die größeren Goldhamster oder die kleinen Zwerghamster, seit vielen Generationen begeistern diese lustigen Backenstopfer als Heimtiere. Die größeren Goldhamster sind als Einzelgänger bekannt, die erst sehr am späten Abend richtig munter werden. Hingegen sind Zwerghamster auch mitunter am Tag zu beobachten und manche Arten vertragen sich sogar mit Artgenossen. Für kleine Kinder eignen sich die Hamster allerdings aufgrund ihrer überwiegenden Nachtaktivität und ihres kleinen und damit empfindlichem Körpers nicht. Ältere Kinder und Erwachsene werden aber viel Spass beim Beobachten eines Hamsters haben.

Hamster sind recht quirlige Gesellen, sie laufen und buddeln viel. Beim Kauf eines Hamsterheimes sollte diesem Bewegungsdrang Rechnung getragen werden. Schöner als ein kleiner Käfig mit Auslauf wäre auf jeden Fall eine große Voliere, welche mit vielen Etagen ausgestattet ist und eine hoch eingestreute Bodenwanne aufweist. Der Gitterabstand des Geheges sollte Bei Goldhamstern 1,2 cm, bei Zwerghamstern 1 cm nicht überschreiten. Ein großes Haus in dem der Hamster mit seinen Vorräten viel Platz hat sollte auf jeden Fall vorhanden sein. Auch mit dick gefüllten Backentaschen muss der Hamster problemlos durch die Haustür passen. Alle Öffnungen sollten für Goldhamster 5 cm, für Zwerghamster 3 - 4 cm groß sein. Da Hamster gern mal umziehen und sichere Räume mögen, sollten mehrere Häuser und weitere Unterschlüpfe wie Weidenzweigröhren und Pappröhren angeboten werden. Als Nistmaterial wünscht sich der Hamster Heu, Stroh, Papier, Blätter und Taschentücher.

Jeder Hamster läuft bekanntlich gern im Rad, damit er das gefahrlos kann, sollte das ideale Laufrad einen Durchmesser von 30 cm für Goldhamster und 20 cm für Zwerghamster aufweisen.
Um die nötige Energie für ihre Aktivitäten zu bekommen, benötigen Goldhamster etwa einen Esslöffel, Zwerghamster einen Teelöffel Trockenfutter am Tag. Im Zoohandel gibt es verschiedene Futtermischungen, welche auf die Bedürfnisse von Zwerghamstern und Goldhamstern abgestimmt sind.

Aber Hamster mögen nicht nur trockenes Futter, auch Gemüse sollte täglich auf dem Speiseplan stehen. Möhren, Gurken, Paprika, Mais, gelegentlich auch verschiedene Salatsorten, Sellerie, Zucchini, Kürbis und Broccoli werden gern genommen. Als Leckerchen darf der Hamster hin und wieder ein wenig Obst naschen. Im Sommer freut sich der Hamster auch über frisches Grün und Blumen von der Wiese. Löwenzahn, Spitzwegerich, Girsch, Gras, Gänseblümchen und Ringelblumen werden gern gefressen und auch zum Nestbauen verwendet. Getrocknet sind diese Kräuter und Blüten im Zoofachhandel zu bekommen.

Kolbenhirse, Getreideähren, Hundekuchen, hin und wieder eine Nuss und frische Zweige von Obstbäumen sollten als Beschäftigungsfutter nicht fehlen. Eine täglich frisch gefüllte Tränke oder ein Wassernapf ist natürlich auch unverzichtbar, denn die kleinen Steppenbewohner mögen gerade im Sommer gern ein einen Schluck über den Durst trinken.
Linktipp: http://www.hamsterhaltung.de

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Zwergkaninchen (Oryctolagus cuniculus)

Schon seit über 50 Jahren werden von Kaninchenfreunden bevorzugt Zwergkaninchen als Heimtiere gehalten. Diese charakterstarken Pelzträger werden nur ein bis zwei Kilogramm schwer, haben häufig recht kleine Ohren und einen runderen Körperbau als ihre großen Verwandten. Es gibt sie in vielen unterschiedlichen Rassen und Farben und auch Mischlinge, wie z.B. Löwenkopfkaninchen oder Zwergwidder, sind beliebt.

Die kleinen Zwerge unterscheiden sich optisch sehr von ihren großen Verwandten, aber sie verhalten sich noch genauso wie wilde Kaninchen. Es sind Rudeltiere, und deshalb sollten sie niemals allein gehalten werden. Auch ein artfremdes Tier wie z. B. ein Meerschweinchen kann den Kaninchenpartner nicht ersetzen. Ein Kaninchenpärchen versteht sich am besten. Damit es dabei nicht zum Nachwuchs kommt, muss der Rammler bis zur 14. Lebenswoche kastriert werden. Zwei frühkastrierte Rammler können dauerhaft Freundschaft schließen. Weibchen sind nach der Geschlechtsreife eher unverträglich.

Auch kleine Kaninchen benötigen viel Platz zum Springen und Laufen. Ein Käfig mit den Maßen Länge 140 x Breite 60 cm ist also das absolute Minimum für zwei Zwergkaninchen. Auch ein Etagenkäfig kann ein schönes Kaninchenheim werden. Aber auch mit einem großen Käfig ist Auslauf sehr wichtig. Sollen die Kaninchen nicht dauerhaft in der Wohnung Auslauf bekommen, wird ein Gitterauslauf angeschafft, in dem die Kaninchen tagsüber toben dürfen.
Kaninchen müssen sich jederzeit in einen geschützten Bereich zurück ziehen können. Ein sehr großes Haus mit zwei Türen, oder auch Weidenzweigbrücken, Korktunnel und Etagen sind als Einrichtung beliebt und wichtig. Heuraufen, die außen am Käfig angebracht werden nehmen den Kaninchen keinen Platz im Käfig weg und bieten jederzeit Zugang zu frischem Heu.
Heu ist für Kaninchen das absolute Grundnahrungsmittel, es muss jederzeit frei im Käfig verfügbar sein. Frisches Gras und Wiesengrün darf im Sommer nach langsamer Gewöhnung jederzeit angeboten werden.

Kräuter wie Löwenzahn, Giersch, Kamille, Pfefferminze,  Petersilie, Basilikum, Dill, Melisse, Gänsteblümchen, Sonnenblumen und Ringelblumen werden gern genommen und sind gesund. Getrocknet sind diese im Zoofachhandel zu bekommen.
Mindestens einmal am Tag steht auch Gemüse und etwas Obst auf dem Speiseplan. Möhren, Fenchelknollen, verschiedene Salate, Gurken und Äpfel sind besonders beliebt und sorgen für ausreichend Vitamine und Energie in der Nahrung.

Vorsicht: Gemüse und frische Kräuter müssen anfangs in kleinen Mengen gegeben werden, sonst kann es zu Verdauungsbeschwerden kommen!
Getrocknetes Gemüse und Kräuter sind eine gesunde Alternative zum herkömmlichem Fertigfutter, welches bei abwechslungsreicher Fütterung nicht benötigt wird. Getreide, Brot und Zuckerzeug machen die Kaninchen krank und sollten ganz vom Speiseplan gestrichen werden.
Zum Knabbern gibt es frische Zweige von verschiedenen Obstbäumen, so bleiben die Kaninchen lange gesund und fühlen sich rundherum wohl.

Linktipp: http://www.die-kaninchen-info.de
Buchtipps:
Leben mit Kaninchen; von Christine Wilde; Natur und Tier Verlag
Wohnen mit Kaninchen: Ideenreich - heimelig - charmant;von  Heike Schmidt-Röger ; Ulmer Verlag

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Rennmäuse (Gerbilus spp.)
Mongolische Rennmäuse.

Mongolische Rennmäuse haben ihr natürliches Verbreitungsgebiet in den sandigen Steppen in der Mongolei und China. Dort legen sie unterirdische Gangsysteme an, in denen ganze Großfamilien wohnen. In jeder Nestkammer lebt jeweils ein Pärchen mit seinem Nachwuchs. Rennmäuse sollten auch in der Heimtierhaltung nicht allein gehalten werden. Für Anfänger eignen sich zwei gleichgeschlechtliche Rennmäuse. Bei größeren Gruppen kann es zu massiven Rangstreitigkeiten kommen. Paare sollten besser nicht zusammen gehalten werden, ein Rennmauspärchen kann innerhalb eines Jahres über 60 Nachkommen erzeugen.
Als Rennmauszuhause eignet sich ein gut belüftetes Nagerterrarium oder Aquariumbecken mit einer Bodenfläche von mindestens 0,4 m² und einer Höhe ab 40 cm. Gitter von Käfigen oder Aquarienabdeckungen sollten einen Gitterabstand von 1,2 cm nicht überschreiten. Rennmäuse benötigen eine Einstreuhöhe ab 20 cm um darin Gänge zu bauen, deshalb eignen sich Käfige nicht. Normale Holzeinstreu oder Hanfstreu, vermischt mit Stroh und Heu um die Gänge zu stabilisieren, ist optimal. Etagen für Frischfutter- und Wassergaben, Holzbrücken, große Häuser, Tontöpfe, Kork, Wurzeln, Pappröhren, Äste und unbedruckte Kartons werden als Einrichtung angeboten. Eine Buddelecke mit Chinchillasand ist beliebt und für die Fellpflege unentbehrlich. Als Nistmaterial werden Heu, Papier, Blätter und Taschentücher angeboten. Ein Laufrad mit einem Mindestdurchmesser von 25 cm ist sinnvoll. Die Lauffläche muss völlig geschlossen sein, in offenen Streben können sich Rennmäuse einklemmen.
 

Rennmausspeiseplan.
Als Grundfutter dient den Rennmäusen eine hochwertige Trockenfuttermischung. Es sollte in erster Linie aus Kleinsämereien wie Hirse, Kräutersamen und Grassamen bestehen und nur wenige Ölsamen und Nüsse enthalten. Trockengemüse und Trockenkräuter runden die Futtermischung ab. Damit die Rennmäuse etwas Abwechslung beim Futtersuchen haben, wird ein Teil des Trockenfutters im Gehege verteilt und versteckt. Nüsse und Kerne können als Leckerchen in kleinen Mengen von Hand verfüttert werden. Eine Kolbenhirse dient als Beschäftigungsfutter.
Rennmäuse benötigen tierisches Eiweiß. Es reicht aus, drei bis viermal die Woche tierische Nahrung zu geben. Geeignet sind Mehlwürmer, ebenso Heimchen und Grillen sowie Magerquark und Magermilchjoghurt.
Einmal täglich wird frisches Gemüse wie Fenchel, Möhren, Gurken, Paprika, Mais und Salat angeboten. Rennmäuse neigen zur Diabetes, weshalb Obst nur ein sehr seltenes Leckerchen bleiben sollte. Frisches Gras, Wiesenkräuter wie Löwenzahn und Spitzwegerich, sowie Küchenkräuter gehören ebenfalls regelmäßig auf den Rennmausspeiseplan.
Rennmäuse müssen jederzeit Zugang zu einem Napf oder einer Tränke mit frischem Wasser haben.

Linktipp: http://www.nager-info.de
Buchtipp:  Rennmäuse freundlich * clever * aktiv; von Heike Schmidt-Röger; Ulmer Verlag

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Ratte (Rattus rattus)
Farbratten - halten und pflegen.

Wer sich die Mühe macht, Ratten näher kennen zu lernen, wird fest stellen, dass es neugierige, verschmuste und kluge Tiere sind. Ihr Schwanz ist nicht nackt, sondern von feinen Härchen überzogen und er fühlt sich angenehm warm an. Ratten sind sehr verspielte und meist liebe Heimtiere die auch jungen Haltern ab 10 Jahren schon viel Freude bereiten. Mit einer durchschnittlichen Größe von etwa 22 - 26 cm Länge (ohne Schwanz) und einem Gewicht von 250 - 600 Gramm gehören sie zu den etwas größeren Nagern.
Ratten sind sehr soziale Rudeltiere und dürfen von daher niemals allein gehalten werden! Idealerweise werden mehrere gleichgeschlechtliche Ratten zusammen gehalten. Bei gemischt geschlechtlichen Gruppen müssen alle Böcke kastriert werden, da Ratten sehr fruchtbar sind.
Ratten klettern gern und sie mögen es ihre Umgebung von einem höher gelegenen Platz aus zu beobachten. Deshalb sind Käfige erst ab einer Höhe von 80 cm für Ratten geeignet. Aber auch die Grundfläche des Geheges muss stimmen; 0,4 m² sollten es mindestens sein. Die Gitterstäbe des Käfigs sollten nicht weiter als 1 - 1,2 cm auseinander liegen, Jungtiere können sonst leicht entkommen. Große Nager- oder Vogelvolieren sind für größere Rudel gut geeignet, wenn sie mit Etagen ausgestattet werden. Diese sind so anzubringen, dass die Ratten nicht tiefer als 50 cm fallen können. Die Etagen sollten aus Holz oder Plastik bestehen, Gitteretagen sind nicht geeignet.
Mehrere große Häuser oder Höhlen, Hängematten, durchlöcherte Baumstümpfe, Heunester,  Pappröhren, spezielle Rattenplastikröhren, Korkröhren, lange Äste, Seile und andere Klettergelegenheiten bieten viel Abwechslung im Gehege. Als Einstreu sollten staubarme Einstreusorten gewählt werden.
Aber auch der schönste Käfig kann den täglichen Auslauf nicht ersetzen. Mit Gitterelementen können Teile der Wohnung als Auslauf abgetrennt werden. Dort können dann weitere Klettermöglichkeiten wie z.B. Katzenkratzbäume angeboten werden.
Damit die Ratten munter bleiben, benötigen sie pro Tier täglich etwa einen Esslöffel eines hochwertigen Trockenfutters. Frisches Obst und Gemüse sollte ebenfalls jeden Tag auf dem Speiseplan stehen. Allerdings sollte Obst wegen des hohen Zuckeranteils eher ein Leckerchen bleiben, Gemüse darf gern viel gegeben werden. Um die Ratten zu beschäftigen empfehlen wir, das Gemüse klein zu schneiden und  es auf Futterspieße aufzuspießen und es am Gitter aufzuhängen. Frisches Gras und Kräuter von der Wiese dürfen natürlich auch gern verfüttert werden.
Kolbenhirse, Getreideähren, Hundekuchen, Zweige oder eine Knabberstange werden gern als Beschäftigungsfutter und zur Zahnpflege angenommen.
Ratten sind keine reinen Vegetarier, deshalb sollten sie etwa drei mal die Woche tierische Nahrung wie Ei, Quark oder auch Joghurt bekommen.  Gelegentlich können auch gekochte Nudeln, Kartoffeln und Reis angeboten werden. Eine täglich frisch befüllte Wasserflasche muss in jedem Gehege vorhanden sein.

Linktipp: http://www.nager-info.de
Buchtipp: Meine Ratten; von Brigitte Rauth-Widmann; Franckh-Kosmos Verlag

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Chinchilla (Chinchilla spp.)

Chinchillas - anspruchsvolle Heimtiere.

Nicht nur wegen seines flauschige Felles sondern auch wegen der neugierig schauenden schwarzen Knopfaugen, der süßen Fledermausohren und dem liebenswerten Charakter ziehen Chinchillas immer mehr Tierliebhaber in ihren Bann. Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Chinchillas gehören zu den größeren Nagetieren und erreichen ein durchschnittliches Gewicht von etwa 400 - 800 g. Wer Chinchillas hält, übernimmt damit für eine sehr lange Zeit die Verantwortung für diese Tiere, denn sie können etwa 15 bis 20 Jahre alt werden.
Chinchillas leben gern in großen Familien, deshalb brauchen die Tiere immer einen Partner. Es müssen immer mindestens zwei gleichgeschlechtliche Chinchillas zusammen gehalten werden. Zwei gleichaltrige Weibchen oder Mutter und Tochter verstehen sich in der Regel gut miteinander, ebenso zwei gleichaltrige männliche Tiere, die zusammen aufgezogen wurden, solange keine Weibchen in der Nähe sind. Von Paarhaltung ist abzuraten, da sie unweigerlich zu Nachwuchs führt.
Chinchillas sind sehr große und bewegungsfreudige Tiere. Sie springen gern, klettern viel und sind schnelle Läufer. Ihr Gehege muss dem Rechnung tragen, nur sehr große Volieren mit einem Gitterabstand von etwa 1,6 bis 2 cm kommen für Chinchillas in Frage. Sitzbretter in verschiedenen Höhen, aber so angebracht, dass die Chinchillas von einem Brett zum anderem problemlos springen können sind unerlässlich. Ein großes Haus sowie eine Korkhalbröhre, Weidenbrücken und dicke Äste zum Klettern werden gebraucht. Eine große Sandbadewanne, am besten aus Keramik oder Metall, mit hochwertigem Chinchillasand gefüllt dient der Fellpflege und muss immer zur Verfügung stehen. Aber auch die schönste Voliere reicht den Chinchillas nicht um ihren Bewegungsdrang auszuleben. Mit Gitterelementen können in der Wohnung Spielplätze für die Chinchillas abgetrennt und mit weiteren Spielsachen wie z.B. Katzenkratzbäumen eingerichtet werden.
Diese munteren Tiere haben natürlich immer Hunger und sie betteln ihren Halter gern um Leckerchen an. Da sich der Verdauungstrakt der Chinchillas in ihrer Heimat an eine karge Pflanzennahrung angepasst hat, müssen sie aber leider eher karg ernährt werden. Als Grundnahrungsmittel dient ein hochwertiges Heu, welches in mehreren Heuraufen täglich frisch und in großen Mengen angeboten wird. Ein gutes, hartes Pelletfutter ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Chinchillaspeiseplans. Davon bekommen ausgewachsene Tiere einen Esslöffel pro Tag in einem schweren Steinfutternapf angeboten. Damit die Chinchillas ihre Zähne gut abnutzen können, sollten ihnen immer getrocknete Zweige von Apfel- oder Birnenbaum, von Weide oder Haselnuss zum Benagen zur Verfügung stehen. Hin und wieder darf es auch ein frischer Zweig mit einigen Blättern dran sein. Als Leckerchen dienen verschiedene Trockenkräuter und Blütenblätter. Ein wenig selbst gezogenes Nagergras oder Löwenzahn und eine frisch gefüllte Tränke runden das gesunde Ernährungsprogramm ab.

Linktipp: http://www.nager-info.de
Buchtipp: Chinchillas aktiv - posierlich - flink; von Heike Schmidt-Röger; Ulmer Verlag

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